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Thema: Bärlauch-Sonnenblumenkernpaste - nicht vegan

  1. #1
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    Wauw, hört sich wirklich gut an! Vielen Dank für das Rezept

  2. #2
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    Bärlauch-Sonnenblumenkernpaste - nicht vegan

    Ich habe gerade eine große Baumwolltasche mit Bärlauch verarbeitet und damit ich im nächsten Jahr nicht wieder nach dem Rezept suchen muss.....

    Ich pflücke Bärlauch, wenn die Blütenknospen schon sichtbar, aber noch nicht geöffnet sind. Dann kann ich sie nicht mit anderen Pflanzen verwechseln. An meiner Sammelstelle gibt es nämlich auch Exemplare des Aronstabes und der ist giftig. Auch sollen Verwechslungen mit Maiglöckchenblättern vorgekommen sein, die sind auch giftig. Die Blütenstände des Bärlauchs sind jedoch recht charakteristisch und zu diesem Zeitpunkt riecht die Pflanze auch unverwechselbar. Zum Sammeln nehme ich immer eine Einkaufstasche aus Baumwolle und ein Messer mit und schneide von Pflanze zu Pflanze ungefähr ein Drittel der jüngeren Blätter mit ein paar Blütenständen ab, ich hoffe so die Bestände nicht zu schwächen, so dass sie im nächsten Jahr wieder an der gleichen Stelle austreiben können. Dann schichte ich die Blätter vorsichtig in die Tasche.
    Eine volle Baumwolltasche ergibt etwa 800g Bärlauchblätter. Zuhause wasche ich die Blätter großzügig in einem großen Waschbecken 2-3x hintereinander mit viel Wasser. Dann nehme ich die Blätter einzeln aus dem schwimmenden Wasser, prüfe auf Verunreinigungen und Insekten, spüle noch mal kurz ab, schneide etwa 2/3 der Stängel ab und gebe sie dann in eine Salatschleuder. Anschließend tariere ich einen flachen Teller auf der Küchenwaage aus und wiege die Blätter in folgende Portionen ab: 250g, 250g und 300g.
    Die Blütenstände lege ich beiseite und verwende sie zum Schluss. Nun kommen die übrigen Zutaten:

    1.Ansatz
    250g vorbereitete Bärlauchblätter
    250g vorbereitete Bärlauchblätter
    300g vorbereitete Bärlauchblätter
    150ml Rapsöl
    3 TL Salz
    1 großes beilförmiges Kochmesser
    1 große Rührschüssel mit hohem Rand
    1 robuster Pürierstab

    2.Ansatz
    300g Sonnenblumenkerne
    1 Kaffeemühle

    3.Ansatz
    125g Parmesankäse
    150ml Rapsöl
    1 feine Käsereibe
    1 robuster Pürierstab
    1 schmale Rührschüssel mit hohem Rand

    zum Schluss
    150ml Rapsöl
    Saft 1/2 Zitrone
    2 EL Agavendicksaft

    und nicht zu vergessen
    1 Küchenschürze

    Die erste Portion Bärlauchblätter mit einem großen Messer in feine Streifen schneiden und zusammen mit 1 TL Salz und 75ml Öl in der großen Rührschüssel pürieren. Den Pürierstab dabei immer nur 5-10 Sekunden laufen lassen, dann auf eine neue Stelle setzen und weiterpürieren. Die zweite Portion Bärlauchblätter mit 1 TL Salz zum Püree zufügen und ebenso verarbeiten. Dann mit der letzten Portion Bärlauchblätter und 1 TL Salz ebenso verfahren. Zum Schluss das restliche Öl zufügen und die Masse homogen pürieren.

    Die Sonnenblumenkerne in einer Kaffeemühle in kleinen Portionen zu Mehl vermahlen. Das Sonnenblumenkernmehl in 2-3 Portionen zu dem Bärlauchpüree geben und unterpürieren.

    Den Parmesankäse mit einer feinen Reibe in die schmale Rührschüssel reiben und dann mit 50ml Öl beginnen zu pürieren, langsam das restliche Öl unterarbeiten. Anschließend die Parmesanmasse zum Püree geben.

    Zum Schluss das restliche Öl mit dem Zitronensaft und Agavendicksaft untermischen. Man bekommt dabei eine pastöse Masse. Diese in kleine Gläser mit Twist-Off-Deckel einfüllen. Die Gläser vorher bei 70 Grad frisch in der Spülmaschine auswaschen. Die Paste im Kühlschrank lagern, sie hält sich dort etwa 6 Monate.

    Als Brotaufstrich (sparsam verwenden) oder zu Nudeln oder Suppen servieren. Oder statt Knoblauch in meiner Salatsauce (siehe Konfettisalat) verwenden.

    Die Bärlauchblütenstände schneide ich mit einem großen Messer in sehr feine Röllchen. Anschließend mische ich die Blüten mit den Stängeln ein wenig und friere das Gemsch so ein, um es dann als Knoblauchersatz zu nehmen.

    Guten Appetit.
    Geändert von AnnaMaria (28.04.2013 um 14:16 Uhr)

  3. #3
    Neuer Benutzer Avatar von Marotten-Melone
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    Das klingt super! Ich liebe Bärlauch, war aber noch nie selbst pflücken, weil ich panische Angst habe, da an was giftiges zu kommen. Es ist doch auch so, dass der Geruch insofern kein super zuverlässiger Indikator ist, weil ja irgendwann eh alles danach riecht und man es gar nicht zwangsläufig merken würde, wenn man jetzt eine andere Pflanze "einsackt". Aber du hast schon recht, wenn man versucht, die Pflanze zu einem bestimmten Blütezeitpunkt zu pflücken, kann man dieses Dilemma vielleicht wirklich gut umgehen..

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