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Larry

Warum Vegetarier?

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von am 23.08.2011 um 07:33 (3736 Hits)
Vegetarier sehen sich immer wieder der Frage ausgesetzt, weshalb sie überhaupt auf Fleisch verzichten. Warum sind Vegetarier eigentlich Vegetarier? Persönlich mag jeder seinen eigenen Beweggrund haben, für den Vegetarismus sprechen jedoch viele Gründe:

Gesundheit

Übermäßiger Fleischkonsum ist hauptverantwortlich für Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Allergien und andere Wohlstandskrankheiten. In der Massentierhaltung werden zudem große Mengen an Antibiotika und Hormone dem Futter zugesetzt um einen schnelleren Masterfolg zu erreichen. Die hieraus erwachsenden Rückstände nehmen wir unweigerlich beim Fleischkonsum mit auf.
Weiterhin ernähren sich Vegetarier zwangsläufig bewusster. Man muss sich mehr Gedanken darum machen, was man kocht. Fertiggerichte scheiden hierbei meist aus, so dass einfach frischer gekocht werden muss.

Umwelt

Man mag es kaum glauben, aber die Massentierhaltung hat einen erheblichen Anteil an der Umweltzerstörung. Unmengen Extremente sorgen für eine Verunreinigung der Gewässer. Der Wasserverbrauch an sich ist enorm, zur „Herstellung“ eines Kilogramms Rindfleisch beispielsweise werden zwischen 5.000 und 20.000 Liter verbraucht, bei der „Herstellung“ eines Kilogramms Schweinefleisch rund 10.000 Liter, beim klassischen Hähnchen noch immer rund 4.000 Liter, pro Kilogramm wohlgemerkt.
Nur zum Vergleich: der durchschnittliche Wasserverbrauch (ohne Industrie) betrug im Jahr 2007 pro Kopf in Deutschland gerade mal 122 Liter. Gleichzeitig lag der durchschnittliche Fleischverzehr im Jahr 2003 in Deutschland bei 84 kg Fleisch. Würde man also einen durchschnittlichen Wasserverbrauch pro Kilogramm Fleisch von 5.000 Liter (sehr niedrig angesetzt) annehmen, so wäre jeder Einwohner in diesem Land für den Verbrauch von 420.000 Liter Wasser verantwortlich. Das entspricht dem durchschnittlichen Wasserverbrauch von rund 3.400 Einwohnern Deutschlands.

Aber auch hinsichtlich der Ausbeutung der Natur trägt die Fleischindustrie einen großen Anteil. Die Überfischung der Meere, das Abholzen des Regenwaldes (Platz für Viehzucht und Futtermittelanbau), all dies wird dadurch gewährleistet und begünstigt, dass jeder zu jeder Zeit billiges Fleisch verzehren möchte.

Armut

In der Massentierhaltung werden aus rein „betriebswirtschaftlichen“ Gründen die Futtermittelkosten so gering wie möglich gehalten. Aus diesem Grunde werden aus den ärmsten Ländern Bestandteile des Futters (z.B. Soja) importiert, zu Dumpingpreisen versteht sich. Des reichen Vieh, es frisst des Armen Brot, diesem Sprichwort fühlt sich dieser Industriezweig wohl besonders verbunden.

Tierleiden

Was ein Tier in der Massentierhaltung (und insbesondere Mast) in der Kürze seines Lebens ertragen muss, ist an Grausamkeit nicht zu übertreffen. Die Rinder, die ihr ganzes Leben in einer Mastbox verbringen. Schweine auf engstem, dunkelstem und verdrecktem Raum. Puten und Hühner, deren Extremitäten verkrüppeln und im Dreck und Mist vor sich hin vegetieren. Transporte über tausende Kilometer ohne Platz, Sauerstoff, geschweige denn Wasser. Eine Tötungsmaschinerie, wie sie seines Gleichen sucht. Untragbare Zustände, untragbares Leid, nur damit man jederzeit und überall immer schön günstig auf ein großes Stück Fleisch zurück greifen kann.

All diese Punkte sollte man sich immer wieder vor Augen führen. Realistisch gesehen spricht also alles für den Verzicht auf Fleisch und Wurst.

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